Was ist ein Aortenaneurysma?
Ein Aneurysma der Aorta ist eine lokale Ausweitung der Hauptschlagader, die potenziell lebensgefährlich ist. Besonders betroffen ist häufig die Bauchaorta (abdominelles Aortenaneurysma). Ohne rechtzeitige Behandlung kann das Gefäß reißen, was zu einer inneren Blutung führt. In der Praxis Moshar in Hamburg beraten wir Patienten umfassend zu möglichen Therapieoptionen.
Was ist ein Stentgraft?
Ein Stentgraft ist eine Gefäßprothese, die kombiniert aus einem stabilen Metallgerüst (Stent) und einer synthetischen Hülle (Graft) besteht. Das Implantat wird meist minimalinvasiv in die erweiterte Aorta eingebracht und stabilisiert das Gefäß von innen. Die Prothese leitet den Blutfluss durch das Implantat, wodurch die Aneurysmenwand entlastet wird.
Indikationen für den Einsatz eines Stentgrafts
Die endovaskuläre Aneurysma-Ausschaltung mittels Stentgraft (EVAR) ist vor allem bei folgenden Befunden angezeigt:
- Abdominelles Aortenaneurysma ab einem Durchmesser von etwa 5 cm
- Zunehmende Größenzunahme des Aneurysmas
- Symptomatisches Aneurysma (z. B. Schmerzen im Rücken oder Abdomen)
- Risikofaktoren für eine offene OP (z. B. ältere Patienten)
In Hamburg setzen wir auf moderne Bildgebung zur präzisen Diagnostik und Indikationsstellung für die Implantation eines Stentgrafts.
Wie läuft die Stentgraft-Implantation ab?
1. Vorbereitung
Vor dem Eingriff erfolgen eine genaue Gefäßdiagnostik mittels CT-Angiografie und eine Beurteilung der anatomischen Gegebenheiten. Patienten werden auch internistisch intern abgeklärt.
2. Implantation
Der Eingriff erfolgt in der Regel minimalinvasiv über einen Zugang in der Leistenarterie. Unter Röntgenkontrolle wird der Stentgraft in Position gebracht und entfaltet. Die Blutströmung wird sofort durch das Implantat geleitet.
3. Nachsorge
Nach der Implantation ist eine Überwachung in der Klinik für einige Tage notwendig. Langfristig sind regelmäßige Nachkontrollen mittels Ultraschall oder CT erforderlich, um die Lage des Stentgrafts und eventuelle Leckagen (Endoleaks) zu erfassen.
Vorteile der EVAR gegenüber der offenen Operation
- Geringere Komplikationsrate
- Minimale Zugangstraumatisierung
- Schnellere Erholung
- In der Regel lokale oder regionale Anästhesie ausreichend
- Kürzere hospitalisierungsdauer
Risiken und Langzeitprognose
Wie bei jedem invasiven Eingriff bestehen Risiken wie Blutungen, Gefäßverletzungen oder Infektionen. Langfristig kann es zu Undichtigkeiten an den Enden des Stentgrafts kommen („Endoleaks“), die eine Nachbehandlung erfordern. Die Haltbarkeit moderner Stentgrafts liegt in der Regel über 10 Jahre, verlängert jedoch nicht bei jeder Anatomie automatisch die Prognose. Eine konsequente Nachsorge ist essenziell. In unserer Praxis in Hamburg begleiten wir Patienten engmaschig über viele Jahre.
Fazit
Die Behandlung eines Aneurysmas mit einem Stentgraft bietet eine schonende und effektive Möglichkeit, lebensbedrohliche Komplikationen zu verhindern. Dabei ist die individuelle Auswahl des Verfahrens entscheidend. Die Praxis Moshar in Hamburg steht für eine evidenzbasierte, moderne Gefäßmedizin mit höchstem Qualitätsanspruch – von der Diagnose bis zur Langzeitbetreuung.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie lange hält ein Stentgraft in der Aorta?
Bei stabiler Lage und richtiger Passform hält ein moderner Stentgraft meist über 10 Jahre, regelmäßige Kontrollen sind dennoch unumgänglich.
Ist die Implantation eines Stentgrafts schmerzhaft?
Der Eingriff erfolgt unter lokaler oder regionaler Betäubung. Schmerzen sind während und kurz nach dem Eingriff gering.
Kann ein Aneurysma wiederkommen?
Das ursprüngliche Aneurysma wird durch den Stentgraft vom Blutfluss entkoppelt. Neue Aneurysmen an anderer Stelle sind bei entsprechender Grunderkrankung weiterhin möglich und sollten kontrolliert werden.
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