GefäßerkrankungenLymphödem

Lymphödem – wenn Flüssigkeit im Gewebe bleibt

Lymphödem: Flüssigkeitsansammlung im Gewebe
Ursachen von Lymphabflussstörungen und typische Zeichen.

Was versteht man unter einem Lymphödem?

Ein Lymphödem stellt eine langanhaltende Störung des Lymphsystems dar, die durch die Ansammlung einer eiweißhaltigen Flüssigkeit im Gewebe gekennzeichnet ist. Diese Flüssigkeitsansammlung führt häufig zu Schwellungen, die typischerweise in den Extremitäten wie Armen oder Beinen auftreten. Es wird zwischen primären und sekundären Lymphödemen unterschieden, abhängig von der zugrunde liegenden Ursache der Störung des Lymphabflusses.

Ursachen für Lymphödeme

Es gibt entweder angeborene (primäre) oder erworbene (sekundäre) Ursachen für Lymphödeme. Primäre Lymphödeme entstehen durch strukturelle Anomalien der Lymphgefäße. Sekundäres Lymphödem hingegen kann infolge von chirurgischen Eingriffen, Infektionen, Verletzungen oder malignen Erkrankungen auftreten.

Häufige Gründe für ein sekundäres Lymphödem:

  • Chirurgische Eingriffe mit Entfernung von Lymphknoten
  • Einsatz von Strahlentherapie
  • Entzündliche Erkrankungen, wie beispielsweise Erysipel
  • Krebsdiagnosen

Merkmale eines Lymphödems

Zu den charakteristischen Symptomen zählen Schwellungen an bestimmten Stellen, ein Gefühl der Dehnung, reduzierte Beweglichkeit sowie Veränderungen der Hautstruktur. In den frühen Stadien zeigt sich die Schwellung noch als weich und kann zurückgehen, während sie in fortgeschrittenen Fällen oft verhärtet und dauerhaft wird.

Diagnoseverfahren bei Lymphödem

Zur Diagnosestellung werden verschiedene Methoden angewandt, einschließlich der Anamnese, einer klinischen Untersuchung sowie bildgebenden Verfahren wie der Duplexsonografie. In spezialisierten Gefäßzentren in Hamburg stehen moderne Diagnosetechniken zur Verfügung.

Therapeutische Ansätze in Hamburg

Die Behandlung erfolgt in der Regel durch konservative Methoden, insbesondere durch die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE). Diese Therapieform beinhaltet manuelle Lymphdrainage, Kompressionstherapie, Übungen zur Förderung der Mobilität und Hautpflege. Das Hauptziel besteht darin, die Schwellung zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.

Zusätzliche Maßnahmen:

  • Verwendung von flachgestrickten Kompressionsstrümpfen
  • Regelmäßige Durchführung von Lymphdrainagen
  • Durchführung von Lymphgymnastik
  • Prävention von Infektionen und Verletzungen

Ihr Ansprechpartner für Lymphödeme in Hamburg

In Hamburg stehen Patientinnen und Patienten zahlreiche spezialisierte Praxen und Kliniken zur Verfügung, die umfassende Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung von Lymphödemen haben. Eine frühzeitige Intervention ist entscheidend, um mögliche Komplikationen zu vermeiden und die Funktion der betroffenen Extremitäten zu sichern.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Lymphödem

Was ist ein Lymphödem?
Ein Lymphödem ist eine chronische Erkrankung, die durch die Ansammlung von eiweißhaltiger Flüssigkeit im Gewebe verursacht wird. Diese Ansammlung führt zu Schwellungen, die häufig in den Armen oder Beinen auftreten.
Was sind die Ursachen für ein Lymphödem?
Es gibt primäre und sekundäre Ursachen für Lymphödeme. Primäre Lymphödeme entstehen durch angeborene strukturelle Anomalien der Lymphgefäße. Sekundäre Lymphödeme können durch chirurgische Eingriffe, Infektionen, Verletzungen oder Krebserkrankungen verursacht werden.
Welche Symptome treten bei einem Lymphödem auf?
Zu den Symptomen eines Lymphödems gehören Schwellungen, ein Gefühl der Dehnung, reduzierte Beweglichkeit und Veränderungen der Hautstruktur. In frühen Stadien kann die Schwellung weich sein und zurückgehen, während sie in fortgeschrittenen Fällen oft verhärtet und dauerhaft wird.
Wie wird ein Lymphödem diagnostiziert?
Die Diagnose eines Lymphödems erfolgt durch Anamnese, klinische Untersuchung und bildgebende Verfahren wie Duplexsonografie. In spezialisierten Gefäßzentren stehen moderne Diagnosetechniken zur Verfügung.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für ein Lymphödem?
Die Behandlung erfolgt in der Regel durch konservative Methoden, insbesondere durch die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE), die manuelle Lymphdrainage, Kompressionstherapie, Übungen zur Förderung der Mobilität und Hautpflege umfasst.
Warum ist eine frühzeitige Intervention wichtig?
Eine frühzeitige Intervention ist entscheidend, um mögliche Komplikationen zu vermeiden und die Funktion der betroffenen Extremitäten zu sichern.