Kompression ist kein „Muss aus Angst“, sondern ein Werkzeug für eine ruhige Heilung: weniger Schwellung, mehr Komfort, bessere Formstabilität – mit einem Plan, der zu Ihrem Alltag passt.
Nach einer Lipödem-Behandlung (z. B. Liposuktion) reagiert das Gewebe häufig mit Schwellung, Spannungsgefühl und vorübergehender Druckempfindlichkeit. Kompression unterstützt den Körper dabei, Flüssigkeit gleichmäßiger zu verteilen und das behandelte Areal zu stabilisieren.
Je nach Areal und Befund kommen Kompressionsmieder (z. B. Hose, Bermuda, Body) oder ergänzend Kompressionsstrümpfe zum Einsatz. Entscheidend ist die Passform: gleichmäßiger Druck, keine Falten, keine harten Kanten.
Die konkrete Tragedauer hängt vom individuellen Verlauf ab (Areal, Gewebereaktion, Heilung, Komfort). In der Regel wird Kompression in der frühen Phase intensiver getragen und später schrittweise angepasst. Der wichtigste Maßstab ist ein stabiler, ruhiger Verlauf – nicht ein starres „Schema um jeden Preis“.
Startphase
Schwellung beruhigen, sichere Stabilität, Sitz prüfen und nachjustieren.
Stabilisierungsphase
Komfort + Alltag: Bewegung steigern, Hautpflege, ggf. Lymphdrainage abgestimmt.
Ausstiegsphase
Schrittweise reduzieren (nur nach Verlauf), Fokus auf langfristige Stabilität.
Viele Probleme entstehen nicht „weil Kompression schlecht ist“, sondern weil das Anziehen schwierig ist. Mit der richtigen Technik wird es deutlich leichter – und der Sitz wird besser.
Kompression soll unterstützen, nicht schaden. Wenn etwas nicht stimmig ist, ist frühes Rückmelden der beste Weg.
Wenn Sie Fragen zur Kompression, zum Sitz Ihres Mieders oder zum Heilungsverlauf haben, klären wir das strukturiert im Termin – ruhig, verständlich und ohne Druck.
