HETLipödem – Ein sensibles Thema bei Frauen in den Wechseljahren
Die Hormonersatztherapie (HET) wird seit Jahrzehnten zur Linderung von Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt. Bei Patientinnen mit Lipödem stellt sich jedoch die Frage, ob HET positive Effekte auf die Beschwerden haben kann oder vielmehr das Fortschreiten der Erkrankung begünstigt. In der Praxis Moshar in Hamburg berücksichtigen wir diese Fragestellung individuell und evidenzbasiert.
Was ist das Lipödem?
Das Lipödem ist eine chronische, schmerzhafte Fettverteilungsstörung, bei der sich symmetrische Fettdepots an Beinen und Armen bilden. Betroffene leiden unter Druckempfindlichkeit, Schwellungen und häufig auch psychischer Belastung. Die Erkrankung betrifft fast ausschließlich Frauen und zeigt typischerweise eine hormonelle Komponente in Phasen wie Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahren.
Typische Symptome eines Lipödems
- Symmetrische Fettansammlungen an Beinen und/oder Armen
- Schwere-, Spannungs- und Druckgefühl
- Schmerzen bei Berührung
- Neigung zu Hämatomen
- Oft Kombination mit Venenschwäche
Wirkmechanismus der Hormonersatztherapie
Die HET zielt darauf ab, den sinkenden Östrogen- und Progesteronspiegel während der Wechseljahre zu ersetzen. Hierdurch können Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen gelindert werden. Die Gabe erfolgt systemisch (oral, transdermal) oder lokal, teilweise als kombinierte Therapie.
HET bei Lipödem – Risiken und Nutzen sorgfältig abwägen
Aus medizinischer Sicht ist die Wirkung der HET auf das Lipödem nicht abschließend geklärt. Einige Beobachtungen sprechen dafür, dass hormonelle Veränderungen das Fortschreiten begünstigen könnten. Andererseits berichten Patientinnen über subjektive Besserung der Schmerz- und Spannungsanfälle unter HET.
Potenzielle Vorteile bei Lipödem
- Linderung von Wechseljahresbeschwerden
- Mögliche Verbesserung der psychischen Belastung
- Indirekte Wirkung auf Schmerzempfindlichkeit
Aber auch Risiken beachten
- Mögliche Fettvermehrung durch Östrogeneinfluss
- Unklare Auswirkungen auf Lymph- und Fettgewebe
- Steigendes Thromboserisiko (besonders bei genetischer Prädisposition)
Beratung und individualisierte Entscheidung in der Praxis Moshar
In unserer spezialisierten Gefäß- und Lipödemsprechstunde in Hamburg analysieren wir zusammen mit jeder Patientin den individuellen Nutzen-Risiko-Faktor einer HET. Dabei fließen begleitende Erkrankungen, Alter, genetische Risikofaktoren und die Symptomlast ein.
Fazit: HET beim Lipödem – kein Ausschlusskriterium, aber indikationsgerecht
Die Entscheidung für oder gegen eine Hormonersatztherapie sollte bei Lipödem fachärztlich begleitet und personalisiert erfolgen. Eine standardisierte Empfehlung gibt es nicht. In unserer Hamburger Praxis begleiten wir Sie mit Erfahrung, ausführlicher Diagnostik und evidenzbasierter Beratung bei der Entscheidungsfindung.
Häufige Fragen (FAQ)
Kann HET ein Lipödem auslösen?
Nein, die HET löst kein Lipödem aus. Sie kann jedoch hormonelle Prozesse beeinflussen, die ein Lipödem begünstigen.
Ist eine Liposuktion trotz HET möglich?
Ja, eine Liposuktion kann auch bei laufender HET durchgeführt werden, erfordert jedoch eine gründliche Gefäß- und Gerinnungsdiagnostik.
Welche hormonelle Therapie ist beim Lipödem am verträglichsten?
Transdermale Präparate mit Östrogenen in niedriger Dosierung gelten als besser verträglich hinsichtlich Thromboserisiko und Fettgewebseinfluss.
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