Was versteht man unter Kompressionstherapie?
Die Kompressionstherapie stellt eine bewährte konservative Methode dar, mit der der venöse Rückfluss bei chronischen Venenerkrankungen gefördert werden kann. Diese Therapieform nutzt den mechanischen Druck von elastischen Materialien, die gezielt auf die Venen und das umgebende Gewebe wirken.
Wann ist Kompressionstherapie sinnvoll?
- Chronisch-venöse Insuffizienz (CVI)
- Krampfadern (Varikose)
- Postthrombotisches Syndrom
- Prävention und Nachbehandlung von Thrombosen
- Ödeme, beispielsweise bei Lymphödem oder Lipödem
Wie wirkt die Kompressionstherapie?
Der angelegte Druck auf die Venen bewirkt eine Kompression sowohl der oberflächlichen als auch der tiefen Venen. Dies steigert die Fließgeschwindigkeit des Blutes, optimiert die Funktion der Venenklappen und unterstützt den Rückfluss des Blutes zum Herzen.
Welche Kompressionsarten gibt es?
- Medizinische Kompressionsstrümpfe: zertifizierte Strümpfe in vier verschiedenen Kompressionsklassen (KKL I bis IV)
- Kurzzugbinden: Hoher Arbeitsdruck für phlebologische und lymphologische Verbände
- Langer Zug: Binden, die anhaltenden Druck im Ruhezustand bieten, besonders nach Operationen
Wie erfolgt die Anpassung und Anwendung?
Die Auswahl der passenden Kompressionsklasse und des Materials hängt von der Diagnose, dem Fortschritt der Erkrankung und dem individuellen Gesundheitszustand des Patienten ab. Eine fachgerechte Schulung in der Anwendung ist entscheidend für den Therapieerfolg sowie für die Akzeptanz durch den Patienten.
Gibt es Kontraindikationen?
- Fortgeschrittene periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
- Dekompensierte Herzinsuffizienz
- Phlegmone oder unbehandelte Infektionen im betroffenen Gebiet
Zusammenfassung
Die Kompressionstherapie ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung von venösen Erkrankungen. Bei angemessener Indikation und richtiger Anwendung trägt sie wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität bei und unterstützt sowohl die Heilung als auch die Vorbeugung von Folgeerkrankungen.
Häufig gestellte Fragen zur Kompressionstherapie
- Was ist die Kompressionstherapie?
- Die Kompressionstherapie ist eine konservative Behandlungsmethode, die den venösen Rückfluss bei chronischen Venenerkrankungen fördert. Sie nutzt mechanischen Druck von elastischen Materialien, um auf die Venen und das umliegende Gewebe einzuwirken.
- Wann ist die Kompressionstherapie sinnvoll?
- Diese Therapie ist besonders bei chronisch-venöser Insuffizienz, Krampfadern, postthrombotischem Syndrom, zur Prävention und Nachbehandlung von Thrombosen sowie bei Ödemen wie Lymphödem oder Lipödem sinnvoll.
- Wie wirkt die Kompressionstherapie?
- Der Druck auf die Venen erhöht die Fließgeschwindigkeit des Blutes, verbessert die Funktion der Venenklappen und unterstützt den Blutfluss zurück zum Herzen.
- Welche Arten von Kompression gibt es?
- Es gibt medizinische Kompressionsstrümpfe in vier Kompressionsklassen, Kurzzugbinden für phlebologische und lymphologische Verbände sowie Binden mit langem Zug für anhaltenden Druck im Ruhezustand.
- Wie wird die Kompressionstherapie angepasst?
- Die Auswahl der passenden Kompressionsklasse und des Materials hängt von der Diagnose, dem Fortschritt der Erkrankung und dem individuellen Gesundheitszustand ab. Eine fachgerechte Schulung in der Anwendung ist entscheidend.
- Gibt es Kontraindikationen?
- Ja, bei fortgeschrittener peripherer arterieller Verschlusskrankheit, dekompensierter Herzinsuffizienz und unbehandelten Infektionen im betroffenen Gebiet sollte die Kompressionstherapie vermieden werden.








